Pädagogische Leitlinien

 

Unser offenes Konzept

 

Bei der Suche nach der Umsetzung unserer pädagogischen Vorstellungen haben wir für uns ein eigenes „offenes Konzept“ entwickelt. Die Konzeption verstehen wir als einen Prozess, der immer wieder reflektiert und nach Bedarf erneuert wird. Wir überprüfen regelmäßig die Abläufe und Inhalte auf die Bedürfnisse und Interessen der Kinder.

 

Unsere Offene Arbeit beinhaltet Strukturen und Regeln, die mit den Kindern erarbeitet und sichtbar gemacht werden.

 

Im Zentrum der offenen Arbeit steht das Kind, mit seinen Bedürfnissen, Interessen und Recht auf individuelle Entwicklung und Förderung. Das wichtigste Ziel der Erziehung ist die am Kind orientierte, liebevolle, behutsame und wertschätzende Anregung der Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Durch die offene Konzeption schaffen wir Freiräume für selbstgewählte Aktivitäten in verschiedenen Funktionsräumen. Dabei finden sie eine Vielfalt an Spielpartnern, woraus sich Freundschaften entwickeln und festigen, ebenso haben sie die Möglichkeit, Beziehungen zu verschiedenen Erzieher*innen aufzubauen und zu pflegen.

 

Neueste Hirnforschungen bestätigen, dass Kinder, die sich selbst Ziele setzen, den größten Lernerfolg haben und ihnen dadurch die Erfahrung von Selbstwirksamkeit ermöglicht wird. Dies stärkt das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit der Kinder und auch die Fähigkeit, sich selbst zu organisieren. Somit werden die wichtigsten Voraussetzungen geschaffen, um sich in der Gesellschaft zu integrieren und verantwortlich zu handeln.

 

Die Gesellschaft und das Familienbild sowie die Rollenverteilung haben sich im Laufe der Zeit verändert, und dadurch die Erziehung und die Stellung des Kindes. Die Eltern geben ihren Kindern weit mehr Mitspracherecht in der Gestaltung des Alltags. Durch unser Konzept reagieren wir auf den gesellschaftlichen Wandel und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

 

lesen Sie mehr in: Ein Tag im Kindergarten

 

"Hilf mir es selbst zu tun"

 

Mit diesem Satz von Maria Montessori möchten wir ihr Kind über die gesamte Kindergartenzeit begleiten.

 

Unser großes Anliegen ist es

  • Ihre Kinder in der Selbständigkeit zu unterstützen und zu festigen

  • Themen und Interessen der Kinder zu finden und aufzugreifen

  • respektvoll und freundlich mit Kindern, Eltern und Kolleginnen umzugehen

  • Förderung und Unterstützung in allen Entwicklungsbereichen

 

Die Kinder sollen sich bei uns in der Kita. wohlfühlen, sie als Bildungsort und Übungsfeld erleben, um für die späteren Stationen des Lebens gestärkt zu sein.

 

 Wir fördern und unterstützen die Kinder in folgenden Bildungs- und Erziehungsbereichen:

  • Wahrnehmung

  • Sprache

  • Bewegung

  • Künstlerische Ausdrucksformen

  • Religiöse Bildung

  • Gestaltung von Gemeinschaft und Beziehungen

  • Interkulturelles Miteinander

  • Mathematik – Naturwissenschaft - Technik

  • Naturerfahrung - Ökologie

  • Körper – Gesundheit - Sexualität

  • Medien

 

Bildlich könnte man sagen: Kind und Erwachsene machen sich auf einen gemeinsamen Weg, dessen Richtung vom Kind her bestimmt wird. Auch „Sackgassen mit Wendemöglichkeiten“ sind zugelassen.

 

Jedes einzelne Kind soll dort abgeholt werden, wo es gerade steht. Zu erfolgreicher Bildungs- und Erziehungsarbeit im Kindergarten ist ein vertrauensvoller und partnerschaftlicher Austausch mit den Eltern unverzichtbar. Eltern sind Dreh- und Angelpunkt in Angelegenheiten ihrer Kinder, daher sind wir im gemeinsamen Tun für das Wohl des Kindes ständig dazu angehalten zu kooperieren.

 

Dies bieten wir in verschiedenen Formen an:

  • Entwicklungsstandgespräche

  • Elterngespräche nach Bedarf

  • Tür-und-Angel-Gespräche

  • Informationen an Pinnwänden

  • Elternbriefe durch E-Mail

  • Elternabende

  • Gemeinsame Feste und Ausflüge

 

Die Bildungsarbeit mit den Kindern basiert auf regelmäßigen Beobachtungen und Dokumentationen, die bei Entwicklungsstandgesprächen als Grundlage dienen.

 

Unsere Ziele

  • Das Kind in seiner Gesamtpersönlichkeit mit all seinen Eigenarten, Wünschen und Bedürfnissen wahrnehmen und akzeptieren.
  • Stärken des Kindes wahrnehmen, wertschätzen und förderungswürdige Potenziale aufbauen.
  • Dem Kind die Sicherheit geben, in seinen Fähigkeiten unterstützt und geleitet zu werden.
  • Die Kinder zur Selbständigkeit in kreativem Denken und Handeln ermutigen.
  • Den Kindern die Möglichkeit bieten, sich mit der Vielfalt vorhandener Lebensformen auseinander zu setzen.
  • Ein soziales Miteinander mit Respekt und Akzeptanz.
  • Mit den Kindern die Freude am Leben und Lernen entwickeln und erhalten.

 

Der Übergang vom Elternhaus in den Kindergarten

 

Der erste Kontakt mit den Eltern wird im Aufnahmegespräch geknüpft. Dafür nehmen wir uns gerne Zeit, damit wir unser Konzept nicht nur erklären, sondern durch eine Hausführung bewusstwerden lassen. Hier erfahren die Eltern genau, wie der Tagesablauf in unserer Einrichtung funktioniert.

 

Ebenso bieten wir zweimal im Jahr eine Informationsveranstaltung für Eltern an, die uns zeitnah ihre Kinder anvertrauen möchten. Dort werden über eine Präsentation nochmals die wichtigsten Eckpunkte gezeigt, und die Eltern lernen die zukünftigen Erzieher*innen kennen, und Termine für die Eingewöhnung werden besprochen.

 

Um einen behutsamen Übergang vom Elternhaus in unsere Kindertagesstätte zu gewährleisten, bieten wir den Jüngsten einen geschützten Rahmen in unserer „Kleinen Welt“. Diese besteht aus zwei Gruppen, den Glühwürmchen und den Eulen.

 

Hier ist eines der vorrangigsten Ziele, Vertrauen zu neuen Bezugspersonen und soziale Kontakte zu Gleichaltrigen außerhalb der Familie aufzubauen. Dieses Umgewöhnen dauert bei jedem Kind unterschiedlich lang und jede Eingewöhnung wird daher individuell auf jedes Kind angepasst. Bei der Eingewöhnung lehnen wir uns an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“. Eine Bezugserzieherin unterstützt das Kind. Die Eingewöhnung dauert in der Regel 4- 6 Wochen. Unsere Kleinsten werden durch kompetentes Fachpersonal altersgerecht und sehr liebevoll betreut und sanft auf den Übergang in die „Große Welt“ vorbereitet.